-
Abschlussart: Zertifikat „SPS-Spezialist:in mit EPLAN“
Zertifikat „Elektromobilität“ -
Zusatzqualifikationen: Zertifikat „SPS: Arbeiten mit Simatic S7 im TIA-Portal“
Zertifikat „SPS: Visualisierung, Prozessdatenverarbeitung mit WinCC und Vernetzung im TIA Portal“
Zertifikat „Elektroplanung mit EPLAN“ -
Abschlussprüfung: Praxisbezogene Projektarbeiten mit Abschlusspräsentationen
-
Unterrichtszeiten: VollzeitMontag bis Freitag von 8:30 bis 15:35 Uhr (in Wochen mit Feiertagen von 8:30 bis 17:10 Uhr)
-
Dauer: 20 Wochen
SPS: Arbeiten mit Simatic S7 im TIA-Portal
Systemübersicht (ca. 2 Tage)
Kursziel, Kursablauf, Lehrkonzept
Überblick industrielle Steuerungen
SIMATIC -Steuerungsfamilie
Leistungsmerkmale der S7-300/400
Leistungsmerkmale S7-1200
Leistungsmerkmale S7-1500
Hardware (ca. 1 Tag)
Aufbau und Montage des Automatisierungssystems
Bestandteile einer S7-CPU
Aufbau, Funktionsweise und Adressierung von Signalmodulen
Programm (ca. 15 Tage)
Portalansicht und Projektansicht im TIA-Portal
Neues Projekt anlegen, Geräte einfügen im TIA-Portal
Gerätekonfiguration im TIA-Portal
Logische Grundverknüpfungen, Bausteineingabe im TIA-Portal
Logik- Grundverknüpfungen
Test mit PLCSIM
CPU-Zyklus (OB1)
Prozessabbilder
Weitere logische Verknüpfungen in KOP/FUP/AWL
Umsetzung konventioneller Steuerschaltung in KOP/FUP/AWL, Geberabfrage (NC/NO)
Weitere Bitverknüpfungs-Befehle (SET/RESET, FP/FN)
SIMATIC-Zeitstufen
SIMATIC-Zähler
Converter, Vergleicher, Rechenoperationen
Schnittstelle des Bausteintyps FC
Globale Datenbausteine einrichten und verwenden
Datentyp STRUCT
Bausteintyp FB: Schnittstelle und Instanz-DB
Bausteintyp FB: Multiinstanzen
IEC-Timer und IEC-Zähler
Multiinstanzen für IEC-Timer und IEC-Zähler
Handling von TIA-Projekten: Archivieren, Migrieren
Bibliotheken im TIA-Portal
Geschützte Bausteine in einer Bibliothek speichern
Vorstellung 1500er-Steuerung und PLCSIM 1500
Migration / Anpassung 300er-Projekte auf 1500er
AKKUs in der S7-CPU: MOVE, Laden und Transferieren
Strukturiert Programmieren: mehrere Bausteine verwenden
Sprungbefehle innerhalb eines Bausteines
Erläuterung und Benutzung verschiedener Organisationsbausteine
Programmsprache SCL (ca. 2 Tage)
SCL-Anweisungen (Aufbau), logische Verknüpfungen
Einfache IF-Anweisung mit booleschen Ausdrücken
IF, THEN, ELSE, Vergleiche und Berechnungen
IEC-Timer und IEC-Zähler
Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess
Vorstellung von konkreten KI‐Technologien
sowie Anwendungsmöglichkeiten im beruflichen Umfeld
Schrittketten (ca. 5 Tage)
Programmierung nach DIN 60848 (Graphcet)
Ablaufsteuerung: Schrittketten in FUP
Ablaufsteuerung mit S7-Graph
Graph-Editor
Einfache Schrittkette
Verzweigungen
Schnittstellenparameter wählen und erweitern
Interlock
Supervision
Ereignisabhängige Aktionen
Arbeiten mit realer Hardware (ca. 5 Tage)
Verbindung zur CPU aufbauen und prüfen
Backup des CPU-Inhaltes, Online-Offline-Vergleich
Referenzdaten, Querverweise auswerten
Beobachten und steuern mit Beobachtungstabelle
Forcen
Online und Diagnose-Tool
Diagnosepuffer auswerten
Inbetriebnahme einer TIA-Anlage mit Software-Fehlersuche und Störungsbehebung
Analogwerte (ca. 2 Tage)
Prinzip der Analogwertverarbeitung
Funktionsweise und Konfiguration von Analogeingabe-Baugruppen
Analogmesswerte im Programm auswerten
Funktionsweise und Konfiguration von Analogausgabe-Baugruppen
Analogausgabe programmieren
Projekte aktualisieren und dokumentieren (ca. 3 Tage)
Bestehendes Projekt entsprechend Kundenanforderung ändern
Projektänderung durchführen
Projektänderung protokollieren
Dokumentationsbestandteile
Programmänderungen sichern und dokumentieren
Deckblätter und Formulare aus der Systembibliothek verwenden
Projektbezogene Deckblätter und Formulare erstellen
Projektdokumentation drucken
Projektarbeit (ca. 5 Tage)
Zur Vertiefung der gelernten Inhalte
Präsentation der Projektergebnisse
SPS: Visualisierung, Prozessdatenverarbeitung mit WinCC und Vernetzung im TIA-Portal
PROFIBUS (ca. 2 Tage)
Hardwareübersicht über PROFIBUS-Geräte
Parameter eines DP-Netzes
Master‐Slave‐Prinzip
PROFIBUS‐Verbindungen zwischen CPU und passiven DP-Geräten aufbauen
Beispielprojekt mit passiven DP‐Geräten
PROFINET I/O (ca. 2 Tage)
Grundlagen, IP-Adressen
Hardwareübersicht über PROFINET-Geräte
Vergleich von Profibus und Profinet
Netzwerk mit CPU und E/A-Komponente aufbauen
Zwei SIMATIC‐CPUs über Profinet verbinden
Grundlagen WinCC (ca. 1 Tag)
Bedienen und Beobachten mit HMI‐Geräten (Software‐ und Hardwareüberblick)
TIA‐Projekt mit HMI‐Gerät anlegen
HMI‐Bild mit Permanentbereich und Basisobjekten aufbauen
Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess
Vorstellung von konkreten KI‐Technologien
sowie Anwendungsmöglichkeiten im beruflichen Umfeld
HMI-Projektierung mit WinCC im TIA-Portal (ca. 5 Tage)
HMI‐Variablen verwenden, Objekte durch Bit‐Variablen animieren
Schaltflächen anwenden, arbeiten mit mehreren Bildern
In WINCC integrierte und eigene Grafiken verwenden
Symbolbibliotheksobjekte anwenden
Objekttyp Schalter (Vergleich mit Schaltfläche)
Variablenwerte anzeigen/ändern: E/A‐Felder
Balkenanzeige, Zeigerinstrument
Schieberegler
Text‐ und Grafiklisten anwenden
Bewegung von Objekten animieren
Erweiterte Funktionen für HMI (ca. 4 Tage)
Sicherheit erhöhen durch Benutzer:innen und Berechtigungen
Meldungen definieren
Meldeanzeige im normalen WINCC‐Bild anwenden
Meldefenster im globalen Bild anzeigen
Mit Rezepturen arbeiten
Aufgabenplaner, Prozessdaten auslesen
Inbetriebnahme und Einsatz eines HMI-Gerätes (ca. 1 Tag)
Betriebssystem eines TP700 konfigurieren
Projekt vom TIA‐Portal laden
Backup und Restore
Projektarbeit (ca. 5 Tage)
Zur Vertiefung der gelernten Inhalte
Präsentation der Projektergebnisse
Elektroplanung mit EPLAN
EPLAN Basics (ca. 1 Tag)
Benutzeroberfläche einrichten
Projekte anlegen und verwalten
Projekt- und Benutzereinstellungen festlegen
Projekte sichern und wiederherstellen
Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess (ca. 0,5 Tage)
KI-Einsatz zur Strukturierung von Planungsaufgaben, Dokumentation und Qualitätssicherung
Abgrenzung zwischen KI-Unterstützung und fachlicher Prüfung in Engineering-Prozessen
Grafische Bearbeitung (ca. 7,5 Tage)
Projektseiten anlegen, Seiteneigenschaften bearbeiten
Schaltpläne erstellen, symbol- und geräteorientiert
Verwenden von Symbolen und Makros
Übersichtszeichnungen erstellen und bemaßen
Verwenden von Navigatoren beim Arbeiten mit Schaltplänen
Einpolige und mehrpolige Darstellungen
Artikeldaten über das EPLAN Data Portal in den Planungsprozess integrieren
Verwalten von EPLAN (ca. 5 Tage)
Erstellen und Verwalten von Symbolen und Makros
Editieren von Normblättern und Formularen
Artikel, Geräte-, Anschluss- und Projektdaten verwalten
Überblick Collaboration Apps (ca. 1 Tag)
Datenverwaltung - eManage
Artikelverwaltung - eStock
Projekt-Viewer - eView
Auswerten von Schaltplänen (ca. 3 Tage)
Klemmen- und Kabelpläne erstellen
Stücklisten und Legenden automatisch ausgeben
Deckblätter erstellen und Grafiken einbinden
Auswertungen für Fertigung, Montage und Dokumentation
Prüfläufe und Plausibilitätskontrollen zur Qualitätssicherung einsetzen
Projektarbeit (ca. 2 Tage)
Zur Vertiefung der gelernten Inhalte
Präsentation der Projektergebnisse
Elektromobilität
Einführung in die Elektromobilität (ca. 1,5 Tage)
Mobilitätswende und aktuelle Marktsituation
Anwendungsfelder im Überblick (Pkw, Nutzfahrzeuge und Busse, Zweiräder und Mikromobilität, Schine, Schiff- und Luftfahrt, mobile Arbeitsmaschinen, Intralogistik)
Akteure und Wertschöpfungskette
Aufbau und Funktionsweise elektrischer Fahrzeuge (ca. 1 Tag)
Antriebskonzepte (BEV, PHEV, HEV, FCEV)
Aufbau und zentrale Komponenten
Besonderheiten je Fahrzeugklasse
Elektrische Antriebe und Leistungselektronik (ca. 3 Tage)
Funktionsprinzip und wichtigste Arten elektrischer Fahrzeugmotoren
Energiefluss, Wirkungsgrad und Rekuperation
Aufgaben von Wechselrichter, Gleichspannungswandler und On-Board-Charger
Batterierechnik (ca. 2 Tage)
Aufbau von Lithium-Ionen-Batterien und gängige Zellchemien
Batteriemanagement und Thermomanagement
Alterung, Lebensdauer und Batteriezustand
Sicherheit in der Elektromobilität (ca. 1 Tag)
Funktionale Sicherheit - Grundlagen (ISO 26262)
Elektrische Gefährdungen und grundlegende Schutzmaßnahmen
Sicherheitsaspekte bei Fahrzeugen, Batterien und Ladesystemen
Qualifizierungsanforderungen für Arbeiten an Hochvoltsystemen im Überblick
Reichweite und Verbrauch (ca. 1 Tag)
Einfluss von Fahrprofil, Temperatur und Nebenverbrauchern
Einordnung von Normverbrauch und Alltagsverbrauch
Einfache Verbrauchs- und Reichweitenberechnungen
Laden, Ladeinfrastruktur und Netzintegration (ca. 3 Tage)
AC- und DC-Laden, gängige Anschlüsse, Ladeleistung und Ladezeiten
Ladebedarf und Grundlagen der Ladeinfrastrukturplanung
Netzanschluss, Lastmanagement und Einbindung erneuerbarer Energien
Smart Charging
Bidirektionales Laden und Vehicle-to-Grid (V2G)
KI-Anwendungen in der Elektromobilität (ca. 1 Tag)
Praxisbeispiele für Ladeplanung, Batteriezustandsbewertung und Flottenmanagement
Nutzen und Grenzen KI-gestützter Anwendungen
Datenqualität, Fehlerrisiken und Limitationen von KI-Systemen
Wirtschaftlichkeit, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen (ca. 2 Tage)
Anschaffungs- und Betriebskosten sowie Gesamtbetriebskosten (TCO)
Grundlagen der Fuhrparkelektrifizierung
Geschäftsmodelle (Ladetarife, Sharing, Abo- und Leasingmodelle, Energiedienstleistungen)
Fördermittel und -programme im Überblick
Regulatorischer Rahmen im Überblick
Umweltbilanz und Kreislaufwirtschaft (ca. 1 Tag)
Umweltwirkungen von Herstellung, Nutzung und Verwertung
Einfluss von Batteriegröße, Nutzungsdauer und Strommix
Grundlagen des Batterierecyclings
Zukunftsperspektiven und Technologien (ca. 0,5 Tage)
Markthochlauf und Mobilität der Zukunft
Wasserstoff, Brennstoffzelle, Synthetische Kraftstoffe
Projektarbeit (ca. 3 Tage)
Zur Vertiefung der gelernten Inhalte
Präsentation der Projektergebnisse
Änderungen möglich, die Lehrgangsinhalte werden regelmäßig aktualisiert.
Nach diesem Lehrgang verstehst du das Zusammenspiel der TIA-Komponenten. Du kannst bestehende STEP 7-Programme ändern und anpassen sowie Hard- und Software-Fehler bei einem einfachen TIA-System systematisch diagnostizieren und beheben.
Zudem verstehst du, WinCC im TIA Portal effizient und sicher zu bedienen, WinCC Projekte für maschinennahen Einsatz zu editieren und Grafikbilder zu gestalten. Weiterhin bist du in der Lage, industrielle Vernetzung auf Feldbus-Ebene mit PROFIBUS-DP sowie dem Industrial Ethernet Standard PROFINET I/O aufzubauen und zu konfigurieren.
Außerdem lernst du die Handhabung der neuen Zeichenumgebung von EPLAN kennen. Hierzu gehört das Zeichnen von Schaltplänen im Bereich Geräte-, Maschinen-, Anlagenbau und Gebäudetechnik. Nach dem Kurs bist du auch in der Lage, diese Pläne auszuwerten, elektrische Anlagen und Geräte zu dokumentieren sowie aktuelle Funktionen für Datenmanagement, Zusammenarbeit und Qualitätssicherung anzuwenden.
Zudem kennst du nach Abschluss dieses Lehrgangs die technischen Grundlagen der Elektromobilität in ihren unterschiedlichen Anwendungsfeldern. Du verstehst Aufbau und Zusammenspiel von Antrieb, Batterie, Leistungselektronik und Ladetechnik, kannst Lösungen hinsichtlich Reichweite, Wirtschaftlichkeit und Umweltbilanz bewerten und die wesentlichen regulatorischen Rahmenbedingungen einordnen. Darüber hinaus kannst du Projekte im Bereich Elektromobilität planen und präsentieren.
Personen mit Studium in den Ingenieurwissenschaften, Elektrotechniker:innen, Automatisierungsfachleute, Mechatroniker:innen, Techniker:innen, Meister:innen und Fachkräfte mit entsprechender Berufserfahrung.
Auch verändert die Elektrifizierung von Pkw, Nutzfahrzeugen, ÖPNV, Logistik und mobilen Maschinen ganze Branchen. Fachkräfte mit fundiertem Wissen zur Elektromobilität sind bei Fahrzeugherstellern und Zulieferern ebenso gefragt wie in der Energiewirtschaft, im Bereich Ladeinfrastruktur, im Flottenmanagement sowie in Vertrieb und Beratung.
Dein aussagekräftiges Zertifikat gibt detaillierten Einblick in deine erworbenen Qualifikationen und verbessert deine beruflichen Chancen.
Didaktisches Konzept
Deine Dozierenden sind sowohl fachlich als auch didaktisch hoch qualifiziert und werden dich vom ersten bis zum letzten Tag unterrichten (kein Selbstlernsystem).
Du lernst in effektiven Kleingruppen. Die Kurse bestehen in der Regel aus 6 bis 25 Teilnehmenden. Der allgemeine Unterricht wird in allen Kursmodulen durch zahlreiche praxisbezogene Übungen ergänzt. Die Übungsphase ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, denn in dieser Zeit verarbeitest du das neu Erlernte und erlangst Sicherheit und Routine in der Anwendung. Im letzten Abschnitt des Lehrgangs findet eine Projektarbeit, eine Fallstudie oder eine Abschlussprüfung statt.
Virtueller Klassenraum alfaview®
Der Unterricht findet über die moderne Videotechnik alfaview® statt - entweder bequem von zu Hause oder bei uns im Bildungszentrum. Über alfaview® kann sich der gesamte Kurs face-to-face sehen, in lippensynchroner Sprachqualität miteinander kommunizieren und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Du kannst selbstverständlich auch deine zugeschalteten Trainer:innen jederzeit live sehen, mit diesen sprechen und du wirst während der gesamten Kursdauer von deinen Dozierenden in Echtzeit unterrichtet. Der Unterricht ist kein E-Learning, sondern echter Live-Präsenzunterricht über Videotechnik.
Die Lehrgänge bei alfatraining werden von der Agentur für Arbeit gefördert und sind nach der Zulassungsverordnung AZAV zertifiziert. Bei der Einreichung eines Bildungsgutscheines oder eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines werden in der Regel die gesamten Lehrgangskosten von deiner Förderstelle übernommen.
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen. Auch Firmen können ihre Mitarbeiter:innen über eine Förderung der Agentur für Arbeit (Qualifizierungschancengesetz) qualifizieren lassen.