Prozessmanagement und -optimierung mit SAP-Anwender:in Materialwirtschaft (MM) und Zusatzqualifikation Vertrieb (SD)
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Abschlussart: Zertifikat „Prozessmanager:in mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“
Zertifikat „Prozessoptimierung mit Lean, Kaizen und KVP“
Original SAP-Anwender-Zertifikat -
Abschlussprüfung: Praxisbezogene Projektarbeiten mit Abschlusspräsentationen
Prozessmanager:in mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation
SAP-Anwenderzertifizierung UC_MM_S42023 -
Unterrichtszeiten: VollzeitMontag bis Freitag von 8:30 bis 15:35 Uhr (in Wochen mit Feiertagen von 8:30 bis 17:10 Uhr)
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Dauer: 16 Wochen
Prozessmanager:in mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation
Grundlagen Prozessmanagement (ca. 3 Tage)
Verständnis und Begriffe im Prozessmanagement
Vorteile des Prozessmanagements
Grundprinzipien des Prozessmanagements
Nutzen von Prozessmanagement
Bestandteile/Merkmale von Prozessen
Arten von Geschäftsprozessen (primär und sekundär)
Aufbau-/Ablauforganisation
Strategisches und operatives Prozessmanagement
Wichtigste Methoden des Prozessmanagements im Überblick: Six Sigma, Lean Management, BPR, Balanced Scorecard, PDCA und Kaizen
Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess
Vorstellung von konkreten KI‐Technologien
sowie Anwendungsmöglichkeiten im beruflichen Umfeld
Operatives Prozessmanagement (ca. 8 Tage)
Operativer Prozessmanagement-Kreislauf (Prozesslebenszyklus)
Methoden der Prozessidentifikation und -aufnahme
Methoden der Identifikation wie SIPOC und IAO
Prozesslandschaft/-landkarte/Prozessmodell
Gliederungsmöglichkeiten des Prozessmodells
Methoden der Prozessaufnahme (vom Interview bis zum Workshop) und Storyboarding
Kreativität im Prozessmanagement (z. B. MindMaping)
Methoden und Werkzeuge der Prozessanalyse
Methoden und Werkzeuge der Prozessmodellierung und -dokumentation
Modellierung von Flussdiagrammen
Operative Prozessziele aus strategischen Zielen ableiten
Überblick über Managementmethoden der Optimierung
SOLL-Prozesse aus Optimierung entwickeln
Changemanagement beim Prozessrollout
Umgang mit Widerstand und Konflikten
Prozesse ausführen, steuern und überwachen
KPIs zur Prozesssteuerung und -überwachung
KVP einführen
Strategisches Prozessmanagement (ca. 2 Tage)
Unternehmensstrategie definieren
Ziele festlegen und daraus Handlungsbedarf ableiten, Maßnahmen planen
KPIs einsetzen
Geschäftsmodell und -gliederung festlegen
Balanced Scorecard nutzen
Prozesse strategisch planen und steuern
Strategisches und operatives Prozessmanagement integrieren
Prozessorientierte Organisation (ca. 4 Tage)
Herausforderungen bei der Gestaltung und Führung der prozessorientierten Organisation
BPM-Governance aufsetzen
Elemente von BPM Governance – von Rollen über Dokumentation bis Prozessaudits
Prozessmodell bekannt machen
Technologie prozessorientiert ausrichten
Rollen im Prozessmanagement
Rollenkonzepte für Prozess und Linie einführen und umsetzen
Führung in der prozessorientierten Organisation: Führungskompetenzen, Managementprozesse definieren, lernende Organisationen etablieren, prozessorientierte Kultur fördern
Projektarbeit, Zertifizierungsvorbereitung und Zertifizierungsprüfung „Prozessmanager:in mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ (ca. 3 Tage)
Prozessoptimierung mit Lean, Kaizen und KVP
Was ist KVP/Kaizen/Lean? (ca. 0,5 Tage)
Definition, Ziele, Nutzen (KVP vs. Kaizen vs. Lean)
Prinzip der kleinen Schritte
Historische Entwicklung des KVP (ca. 1 Tag)
Angebot-/Nachfrageorientierung
Japanische Unternehmenskultur
Toyota Production System
Entwicklung moderner Qualitäts- und Managementsysteme (z.B. TQM)
Überblick über Reifegrad- und Bewertungsmodelle (EFQM)
Rahmenbedingungen für erfolgreichen KVP (ca. 0,5 Tage)
Rolle der Führung
Kommunikation und Transparenz
Mitarbeiterbeteiligung
Unternehmenskultur und Motivation
Schnittstellen- und Teammanagement
Qualitätsmanagementprinzipien (z. B. ISO 9001)
Philosophie des KVP/Kaizen (ca. 1 Tag)
Die fünf zentralen Grundlagen
Internes Kunden-/Lieferantenprinzip
Wechselwirkung von Innovation, Standard und Kaizen
Aufgaben der Führung und Mitarbeiter:innen
Kundenanforderungen und -zufriedenheit (ca. 1,5 Tage)
Markt- und Stakeholder-Analyse
Kano-Modell
Anforderungen und Wünsche
CTQ Methoden (Translation Matrix, CTQ Tree)
Vuca und Agilität
Integrierte Managementsysteme
Prozessoptimierung: Effizienz zum Nutzen der Kundschaft – Lean Management: Wert und Verschwendung (ca. 1 Tag)
Philosophie: Kundenanforderungen im Fokus
Produktivität – Qualität – Verfügbarkeit – Flexibilität
Wertschöpfung und Nicht-Wertschöpfung
Die 7 Verschwendungsarten (TIMWOOD)
3 MU: Muda, Mura, Muri
Implementierung von Kaizen und KVP (ca. 1 Tag)
Voraussetzungen für Kaizen im Unternehmen
Aufbau einer kontinuierlichen Verbesserungskultur
5S Methode/5A Kampagne
Kaizen als Managementsystem
Kaizen-Roadmap
Prozesse synchronisieren (ca. 0,5 Tage)
Produktion im Kundentakt
Taktzeit, Zykluszeit, Durchlaufzeit
Zellenlogik
One-Piece-Flow
Pullprinzip (Supermarkt) und Pushprinzip
Just-in-Time Logistik [JIT]
Wertstromanalyse (ca. 0,5 Tage)
Wertstromaufnahme (Ist- und Soll-Wertstrom)
Wertschöpfungsquotient [WQ]
Visualisierung: Nutzen, Symbole, Datenkasten
Produktion nivellieren/Heijunka (ca. 0,5 Tage)
Heijunka vs. Serie
Heijunka Box
Losgröße 1
Anwendungsbeispiel
Erhöhung der Zyklenzahl
Flow-System Kanban (Material- und Informationsfluss)
Produktionsanlagen verbessern (ca. 0,5 Tage)
Total Productive Maintenance (TPM) inkl. autonome Instandhaltung
Prozesskennzahlen (KPIs, OEE)
Minimierung der Rüstzeiten (SMED)
Prozesse standardisieren (ca. 1 Tag)
Qualitäts-Politik Standardisierung
Vorteile der Standards
Standards im Betrieb
Fragen zum Standard
Prozesse bestimmen, von der Prozesslandschaft bis zur Prozessbeschreibung
Visualisierung
3 Prozesszustände
Werkerselbstprüfung
Prozesse steuern (ca. 2,5 Tage)
Anforderungen ISO 9001 (4.4, 8.1, 8.5.1): Kennzahlen Kunde (Cpk/Sigma-Level)
Prozessmanagement
Prozessanalyse
Standardwerkzeuge: Q7 und M7
Prozesseffizienzanalyse
KI-gestützte Datenanalyse, Statistical Process Control [SPC]
SPC in der Serienproduktion: Qualitätsregelkarte [QRK] interpretieren, Automatisierung (Jidoka)
Bewertungsmodelle (ca. 1 Tag)
PDCA: Verbesserung der Verbesserung
Selbstbewertung Reifegrad ISO 9004 und EFQM
Managementbewertung nach ISO 9001
6-W Hinterfragetechnik
4-M/7-M Checklisten
Benchmarking und Best Practice
Balanced Scorecard (BSC)
Hoshin Kanri, X-Matrix
KI-gestützte Auswertung von Trends, Kennzahlen und Bewertungen
Messung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit
Fehlervermeidung und systematische Problemlösung (ca. 2 Tage)
Entwicklung nach Kundenwunsch
Risikomanagement: Risikolandschaft, Matrix [FMEA]
Poka Yoke,Fehlerklassifizierung, Fehlerkultur/Hansei
Interne Audits
Kundenkommunikation: Beschwerdemanagement, 8D-Report
10 Schritte zur Problemlösung mit Werkzeugen (Q7, M7)
Ursachenanalyse: 5 Why, 6 W (Root Causes)
A3-Problemlösungsblatt
KI-basierte Mustererkennung bei Fehler- und Qualitätsdaten
Mitarbeiter:innen befähigen (ca. 1 Tag)
Ownership und Entrepreneurship
Rollen der Führungskräfte und Mitarbeiter:innen
Veränderungsmanagement
Mitarbeiter:innen fördern (TWI)
Mitarbeiterzufriedenheit
Kompetenz und Bewusstsein, Wissensmanagement (ISO 9001)
Ideenmanagement (BVW)
Teamarbeit im Lean-Kontext
Quality Circle [QC]
Agile Methoden
Community of Practice (CoP)
Coaching-Kata und Improvement-Kata
Visual Management und Shopfloor (ca. 0,5 Tage)
Prinzipien visueller Steuerung
Visuelle Prozesskontrolle, Andon (Ampel)
Shopfloor-Management
Digitale Dashboards und KI-gestützte Prozessvisualisierung
Qualitätscontrolling – Finanzen (ca. 0,5 Tage)
Qualitätskostenmodell, Konformität/Fehlerkosten, 10er-Regel (als Denkmodell)
Projektarbeit (ca. 3 Tage)
Zur Vertiefung der gelernten Inhalte
Präsentation der Projektergebnisse
SAP-Anwender:in Materialwirtschaft (MM) mit Zusatzqualifikation Vertrieb (SD)
S4H00 SAP S/4HANA Überblick (ca. 4 Tage)
Überblick über SAP S/4HANA
Navigation, SAP Fiori, SAP Business Client, SAP Logon
Systemweite Konzepte mit Organisationseinheiten, Stammdaten und Transaktionen
Überblick über Finanzwesen- und Logistikmodule, Abbildung der jeweiligen Prozesse in SAP
Berichtswesen, Systemaufbau und Migration
SAP Service Angebote
Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess
Vorstellung von konkreten KI‐Technologien
sowie Anwendungsmöglichkeiten im beruflichen Umfeld
S4500 Geschäftsprozesse Sourcing and Procurement (ca. 8 Tage)
Überblick und Navigation
Prozesse und Unternehmensstruktur in der Beschaffung
Beschaffungsprozess
Stammdaten der Beschaffung
Lagermaterial im Vergleich zu Verbrauchsmaterial
Anforderung per Self-Service
Erweiterte Transaktionen in der Beschaffung
Automatisierter Beschaffungsprozess
Auswertungen und Analysen
S4600 Geschäftsprozesse in Sales (ca. 8 Tage)
Navigation mit Fiori
Unternehmensstrukturen, Vertriebsprozesse im Überblick
Stammdaten
Automatische Datenermittlung und Terminierung
Verfügbarkeitsprüfung
Sammelverarbeitung
Weitere Prozesse in Sales
Reklamationsabwicklung
Monitoring und Vertriebsanalysen
S4520 Einkauf (ca. 10 Tage)
Stammdaten
Bezugsquellen und Konditionen
Bezugsquellenfindung
Optimierte Einkaufsabwicklung
Belegfreigabeverfahren
Sonderbeschaffungsprozesse
Lieferantenbeurteilung
Weitere ausgewählte Themen
S4525 Verbrauchsgesteuerte Disposition und Prognose (ca. 4 Tage)
Verbrauchsgesteuerte Disposition
Planungslauf, Prognose
Weitere Möglichkeiten in der verbrauchsgesteuerten Disposition
Projektarbeit/Fallstudie, Zertifizierungsvorbereitung und SAP-Anwender-Zertifizierung Materialwirtschaft (ca. 6 Tage)
Änderungen möglich, die Lehrgangsinhalte werden regelmäßig aktualisiert.
Nach diesem Kurs kennst du Ansätze, Vorgehensmodelle und Systematiken, um Prozesse noch erfolgreicher zu machen.
Zudem bist du in der Lage, Prozesse systematisch zu analysieren, Verbesserungspotenziale zu erkennen und mithilfe von Lean-, Kaizen- und KVP-Methoden effizient und zielgerichtet zu optimieren.
Des Weiteren kennst du die Prozesse im Bereich Material Management mit SAP und rundest dein berufliches Profil mit der SAP-Anwender-Zertifizierung ab.
Der Lehrgang richtet sich an Personen mit Ausbildung, Berufserfahrung oder guten Grundkenntnissen im kaufmännischen, logistischen oder verwaltenden Bereich sowie an Fachkräfte aus den Bereichen Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik. Der Lehrgang eignet sich auch für Personen mit einem Studium der Betriebswirtschaftslehre oder des Wirtschaftsingenieurwesen, die Anwenderkenntnisse in der SAP-Software erwerben wollen.
Das ganzheitliche Prozessmanagement berücksichtigt die Unternehmensstrukturen und -kultur sowie die Führungsprinzipien und stellt somit einen entscheidenden Faktor für den Erfolg des Unternehmens dar. Prozessmanager:innen sind daher in großen und mittelständischen Unternehmen aller Branchen gefragt.
Fachkräfte, die zusätzlich über Kenntnisse in der Prozessoptimierung verfügen, sind branchenunabhängig extrem gefragt und gehören zu den wichtigsten Fachkräften moderner Unternehmen.Zusätzlich erwirbst du das weltweit einheitliche und anerkannte SAP-Zertifikat. Es gilt als eine der wichtigsten Herstellerzertifizierungen im kaufmännischen Bereich, mit der du deine beruflichen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt branchenübergreifend verbesserst.
Bildungspartner der SAP® Deutschland
In Zusammenarbeit mit dem SAP-Bildungspartner alfatraining Bildungszentrum GmbH qualifizieren wir dich passgenau für einen Job in Industrie und Wirtschaft.
Du bist direkt mit den Servern der SAP® Deutschland vernetzt und lernst auf dem original SAP®-Schulungssystem (IDES) in der jeweils aktuellen Version. Dadurch erwirbst du während des Lehrgangs die notwendige praktische Erfahrung.
Alle SAP-Anwenderlehrgänge schließen zusätzlich mit der original SAP-Zertifizierung ab. Unsere SAP-Dozierenden sind qualifizierte SAP-Berater:innen, die dich intensiv betreuen und optimal auf die Zertifizierungsprüfung vorbereiten.
Didaktisches Konzept
Deine Dozierenden sind sowohl fachlich als auch didaktisch hoch qualifiziert und werden dich vom ersten bis zum letzten Tag unterrichten (kein Selbstlernsystem).
Du lernst in effektiven Kleingruppen. Die Kurse bestehen in der Regel aus 6 bis 25 Teilnehmenden. Der allgemeine Unterricht wird in allen Kursmodulen durch zahlreiche praxisbezogene Übungen ergänzt. Die Übungsphase ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, denn in dieser Zeit verarbeitest du das neu Erlernte und erlangst Sicherheit und Routine in der Anwendung. Im letzten Abschnitt des Lehrgangs findet eine Projektarbeit, eine Fallstudie oder eine Abschlussprüfung statt.
Virtueller Klassenraum alfaview®
Der Unterricht findet über die moderne Videotechnik alfaview® statt - entweder bequem von zu Hause oder bei uns im Bildungszentrum. Über alfaview® kann sich der gesamte Kurs face-to-face sehen, in lippensynchroner Sprachqualität miteinander kommunizieren und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Du kannst selbstverständlich auch deine zugeschalteten Trainer:innen jederzeit live sehen, mit diesem sprechen und du wirst während der gesamten Kursdauer von deinen Dozierenden in Echtzeit unterrichtet. Der Unterricht ist kein E-Learning, sondern echter Live-Präsenzunterricht über Videotechnik.
Die Lehrgänge bei alfatraining werden von der Agentur für Arbeit gefördert und sind nach der Zulassungsverordnung AZAV zertifiziert. Bei der Einreichung eines Bildungsgutscheines oder eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines werden in der Regel die gesamten Lehrgangskosten von deiner Förderstelle übernommen.
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen. Auch Firmen können ihre Mitarbeiter:innen über eine Förderung der Agentur für Arbeit (Qualifizierungschancengesetz) qualifizieren lassen.