Manager:in für angewandte KI-Transformation und Complance Officer

Der Kurs vermittelt umfassendes Wissen zur strategischen Einführung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Du lernst, KI-Tools aus Managementperspektive zu bewerten und anzuwenden, eine KI-Governance und -Strategie zu entwickeln sowie Veränderungsprozesse und Organisationsstrukturen erfolgreich zu gestalten. Zudem werden Methoden für das Projektmanagement von KI-Vorhaben vermittelt wie auch die nachhaltige Integration von KI sowie eine ethische und verantwortungsvolle Nutzung thematisiert. Hierzu ergänzend geht der Kurs auf das Thema „Compliance" – die Einhaltung von Regeln in Unternehmen ein – und erläutert, wie angemessene und wirksame Vorkehrungen getroffen werden können, um deren Einhaltung, auch in Bezug auf Haftungsfragen, sicherzustellen.
  • Abschlussart: Zertifikat „Manager:in für angewandte KI-Transformation mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“
    Zertifikat „Compliance Officer mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“
  • Abschlussprüfung: Praxisbezogene Projektarbeiten mit Abschlusspräsentationen
    Compliance Officer mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation
  • Unterrichtszeiten: Vollzeit
    Montag bis Freitag von 8:30 bis 15:35 Uhr (in Wochen mit Feiertagen von 8:30 bis 17:10 Uhr)
  • Dauer: 8 Wochen

Künstliche Intelligenz: Manager:in für angewandte KI-Transformation

Einführung und Zielsetzung (ca. 2 Tage)

Strategische Grundlagen und Rahmenbedingungen

Unternehmensstrategischer Nutzen von KI

Bedeutung von KI für Führung und Management

Wertschöpfung und ROI durch KI

Erfolgreiche KI-Initiativen im Management

Rechtlicher Rahmen: EU AI Act

Compliance und Nachweispflichten


KI-Anwendungen und Tools (ca. 4 Tage)

KI-Tools aus Managementperspektive

Marktübersicht von KI-Tools (Chancen und Grenzen)

Kosten, Lizenzmodelle und Skalierbarkeit

Generative KI und Prompt Engineering: Grundlagen, Anwendung und Praxis

KI-Modelle für jeweilige Einsatzbereiche, wie Textgenerierung, Programmierung, Rekrutierung, Bilderstellung, Videoerstellung

Identifikation von Anwendungsfällen im Unternehmen 

KI-Automatisierungsmöglichkeiten im Betrieb

Erstellen eines KI-Agenten


Organisationsentwicklung, Governance und Changemanagement (ca. 4 Tage)

Analyse von Unternehmensprozessen

Reifegradanalyse, GAP-Analyse

KI-Governance und Strategieentwicklung

Aufbau einer tragfähigen Organisationsstruktur

Verantwortlichkeiten und Rollenverteilung

Risikomanagement (Bias, Ethik, Datenschutz)

Kommunikationsstrategien

Schulung von Mitarbeiter:innen

Umgang mit Widerständen


Planung, Controlling und Umsetzung von KI-Projekten (ca. 4 Tage)

Projektmanagement-Methoden für KI-Vorhaben

Use-Case-Identifikation und Bewertung

Entwicklung einer KI-Roadmap

Budget- und Ressourcenplanung

Auswahl externer KI-Dienstleister

Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Start-ups

Integration von KI-Agenten in Projekte

Qualitäts- und Zeitmanagement

Controlling und Erfolgsmessung

KPI-Entwicklung

Laufende Optimierung und Skalierung


Nachhaltige Integration von KI im Unternehmen (ca. 3 Tage)

Skalierung von Pilotprojekten auf andere Geschäftsbereiche

Kontinuierliche Verbesserung (z. B. datenbasierte Entscheidungsfindung, Feedback-Schleifen)

Corporate Digital Responsibility (CDR): verantwortungsvolle und ethische KI-Nutzung


Projektarbeit, Zertifizierungsvorbereitung und Zertifizierungsprüfung „Manager:in für angewandte KI-Transformation mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ (ca. 3 Tage)

Compliance Officer mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation

Compliance-Grundlagen (ca. 1 Tag)

Abgrenzung zur Ethik

Bedeutung der Unternehmenskultur

Changemanagement zu einer gelebten Compliance-Kultur

Historischer Hintergrund sowie internationale Entwicklung

Herausforderungen im Kontext globalisierter Märkte, Wettbewerbsvorteil


Compliance Kultur (ca. 2 Tage)

Compliance Kultur als elementare Voraussetzung für ein CMS

Werte und Integritätsmanagement (Tone from the top/Tone at the top)

Führungscommitment und Awarenessbuilding

DCGK – Corporate Governance vs. Compliance Management

Code of Conduct und Compliance Policy als „moralisches Rückgrat“ eines Unternehmens

Code of Conduct – Erscheinungsformen und Nutzen – Verpflichtung oder „Window Dressing“?

Implementierung eines Code of Conduct: Arbeitsrechtliche Perspektive und Mitbestimmungspflichten

LkSG – Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz


Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess

Vorstellung von konkreten KI‐Technologien

sowie Anwendungsmöglichkeiten im beruflichen Umfeld


Compliance Risiko (ca. 2 Tage)

Risikowahrnehmung und Risikopsychologie

Strategisches Risikomanagement und Enterprise Risk Management

Risikomanagement als obligatorische Führungsaufgabe §§91 und 93 AktG

Compliance Risiko – Terminilogie und Analyse

Compliance Risikoidentifikation – Top-down- und Bottom-up-Methoden

Compliance Risikomanagement – Verfahren und Instrumente


Kartellrechts-Compliance (ca. 1 Tag)

Europäisches Kartellrecht nach AEUV und deutsches Kartellrecht nach GWB

Vom „Selbstständigkeitspostulat“ zum „Auswirkungsprinzip“

Kartellrechtsrisiken – Bezweckte oder bewirkte Wettbewerbsbeschränkung


Korruptionsprävention (ca. 1 Tag)

Amtsträgerkorruption vs. Privatkorruption

Beziehungspflege, Sozialadäquanz und Zero-Tolerance – Problemaufriss

5-Stufen-Plan


Geldwäscheprävention (ca. 1 Tag)

Vom Vortatenkatalog zum All-Crime-Ansatz

Kausalkette, FATF, Eu-Richtlininen, GWG

Verpflichtungen nach dem GWG und die Erfüllung von Sorgfalts- und Meldepflichten


Exportkontrolle (ca. 1 Tag)

Grundsatz des freien Außenwirtschaftsverkehrs und damit einhergehende Einschränkungen

Grundfragen des Export-Compliance, mögliche Rechtsfolgen und zu beachtende Sanktionen

Internal Export Compliance Program


Compliance Organisation (ca. 2 Tage)

Compliance als Schnittstellenaufgabe im Außen- und Binnenverhältnis eines Unternehmens

Stakeholderanalyse und die Bedeutung des Konzepts der Corporate Social Responsibility

Bedeutung insbesondere des Aufsichtsrats für das Compliance Management

Compliance-Dokumentation: Funktionen, Sicherheitsmaßnahmen und Dokumentationsinhalte


Hinweisgebersysteme (ca. 1 Tag)

Ursprünge, Kriterien, Benefits, internationale rechtliche Rahmenbedingungen (SOX, Dodd-Frank-Act, UKBA, Sapin II)

GeschGehG – Geheimnisverrat und Whistleblowing, Rechtfertigungslösungen §§ 138, 34 StGB, Strafrechtliche Risiken für Whistleblower

Richtlinie (EU) 2019/1937 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2019

Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG)

Praktische Relevanz für Unternehmen und tatsächliche Wirksamkeit hinsichtlich eines effektiven Whistleblowerschutzes

Optionen für den Aufbau eines Hinweisgebersystems und deren Vor- und Nachteile


Compliance Officer (ca. 2 Tage)

Einordnung der Compliance Struktur, Rollenverständnis

CMS und Compliance Board als Instrumente zum Abbau von Informationsasymmetrien und Aufbau effektiver Compliance-Strukturen

Aufgaben und Persönlichkeitsprofil

MaComp der BAFIN als Orientierung für Arbeitsvertrag und Stellenbeschreibung eines CO

Zivilrechtliche und strafrechtliche Haftungsrisiken eines CO – Garantenstellung nach §13 StGB

Reflektionen zu Standing und Positionierung in der Zukunft


Compliance Kontrolle (ca. 1 Tag)

Standards ISO 37301 und IDW PS 980

Implementierung und Prüfung eines CMS – Anreizmodell nach BGH-Rechtsprechung

Führungstechnische und organisatorische Festlegungen sowie notwendige Maßnahmen bei der Implementierung eines CMS

High-Level-Structure und PDCA-Zyklus als prägende Wesensmerkmale der ISO 37301

Angemessenheitsprüfung und Wirksamkeitskontrolle, interne und externe Audits, Zertifizierung eines CMS


Reaktionen auf Compliance-Verstöße (ca. 2 Tage)

Interne Untersuchung: Recht oder Pflicht? 

VerSanG – Treiber für die Compliance?

Durchführung einer internen Untersuchung – Essentials: entscheidungsbefugte Stelle, Eilmaßnahmen, Notfallplan, Datenschutz, Arbeitsrecht, Mitbestimmungspflichten, Mitarbeiterbefragungen

Sanktionen und Haftung 

Amnestieprogramme, Kündigung als Ultima Ratio, Alternativen: Frei-, Um-, Versetzung, Regressforderungen

Haftung des Vorstands der AG, Business Judgement Rule und Beweislastumkehr

Haftung GmbH – Geschäftsführer, Rolle der D&O-Versicherung und Strafrechtsschutzversicherung in Fällen von Non-Compliance

Krisenkommunikation: Grundsätze und Strategien


Projektarbeit, Zertifizierungsvorbereitung und Zertifizierungsprüfung „Compliance Officer mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ (ca. 3 Tage)



Änderungen möglich, die Lehrgangsinhalte werden regelmäßig aktualisiert.

Nach dem Lehrgang bist du in der Lage, KI strategisch in deinem Unternehmen zu verankern, Veränderungsprozesse und Organisationsstrukturen zu gestalten, Anwendungsfälle zu bewerten und den Nutzen sowie Erfolg von KI-Initiativen auf Unternehmensebene sicherzustellen.

Außerdem bist du auf die Aufgaben als Compliance Officer vorbereitet. Du kennst gesellschaftsrechtliche Grundlagen und kannst so Haftungsrisiken minimieren. Weiterhin bist du mit den Bedingungen eines Compliance-Management-Systems vertraut.

Fach- und Führungskräfte sowie Verantwortliche für Transformationen, die KI strategisch im Unternehmen einführen, Veränderungsprozesse und Organisationsstrukturen gestalten sowie den Nutzen und Erfolg von KI-Initiativen sicherstellen wollen.

KI und digitale Transformation sind zunehmend zentrale Themen in Unternehmen. Mit dem erworbenen Wissen kannst du die Bereiche KI-Management, Transformation und Innovation im Unternehmen steuern und bist somit attraktiv für alle Branchen.

Mit Compliance-Kenntnissen verfügst du über zusätzliches Wissen, das für Arbeitgeber:innen, insbesondere in der Versicherungs- und Dienstleistungsbranche, aber auch in öffentlichen Verwaltungen, Verbänden, Organisationen und Körperschaften relevant ist.

Didaktisches Konzept

Deine Dozierenden sind sowohl fachlich als auch didaktisch hoch qualifiziert und werden dich vom ersten bis zum letzten Tag unterrichten (kein Selbstlernsystem).

Du lernst in effektiven Kleingruppen. Die Kurse bestehen in der Regel aus 6 bis 25 Teilnehmenden. Der allgemeine Unterricht wird in allen Kursmodulen durch zahlreiche praxisbezogene Übungen ergänzt. Die Übungsphase ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, denn in dieser Zeit verarbeitest du das neu Erlernte und erlangst Sicherheit und Routine in der Anwendung. Im letzten Abschnitt des Lehrgangs findet eine Projektarbeit, eine Fallstudie oder eine Abschlussprüfung statt.

 

Virtueller Klassenraum alfaview®

Der Unterricht findet über die moderne Videotechnik alfaview® statt  - entweder bequem von zu Hause oder bei uns im Bildungszentrum. Über alfaview® kann sich der gesamte Kurs face-to-face sehen, in lippensynchroner Sprachqualität miteinander kommunizieren und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Du kannst selbstverständlich auch deine zugeschalteten Trainer:innen jederzeit live sehen, mit diesen sprechen und du wirst während der gesamten Kursdauer von deinen Dozierenden in Echtzeit unterrichtet. Der Unterricht ist kein E-Learning, sondern echter Live-Präsenzunterricht über Videotechnik.

 

Die Lehrgänge bei alfatraining werden von der Agentur für Arbeit gefördert und sind nach der Zulassungsverordnung AZAV zertifiziert. Bei der Einreichung eines Bildungsgutscheines oder eines  Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines werden in der Regel die gesamten Lehrgangskosten von deiner Förderstelle übernommen.
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen. Auch Firmen können ihre Mitarbeiter:innen über eine Förderung der Agentur für Arbeit (Qualifizierungschancengesetz) qualifizieren lassen.

Gerne beraten wir dich kostenfrei.

0800 3456-500 Mo. - Fr. von 8 bis 17 Uhr
kostenfrei aus allen deutschen Netzen.

Kontakt

Gerne beraten wir dich kostenfrei. 0800 3456-500 Mo. - Fr. von 8 bis 17 Uhr kostenfrei aus allen deutschen Netzen.