Unternehmen aus dem Finanzsektor - und zunehmend auch andere nach dem Geldwäschegesetz verpflichtete Unternehmen - müssen umfangreiche Anforderungen zur Geldwäscheprävention erfüllen. Der Kurs vermittelt hierfür wichtige Grundlagen in den Bereichen Geldwäschegesetz, Risikoanalyse, Sorgfaltspflichten, Verdachtsmeldungen, interne Kontrollsysteme und Compliance.
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Abschlussart: Zertifikat "Geldwäschebeauftragte:r"
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Abschlussprüfung: Praxisbezogene Projektarbeit mit Abschlusspräsentation
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Unterrichtszeiten: VollzeitMontag bis Freitag von 8:30 bis 15:35 Uhr (in Wochen mit Feiertagen von 8:30 bis 17:10 Uhr)
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Dauer: 2 Wochen
Grundlagen der Geldwäsche (ca. 1 Tag)
Was ist Geldwäsche? Was ist Terrorismusfinanzierung?
Phasen der Geldwäsche: Placement, Layering, Integration
Bedeutung der Geldwäscheprävention
Rechtliche Grundlagen (ca. 1 Tag)
Geldwäschegesetz (GwG)
Verpflichtete nach dem GwG
Strafgesetzbuch (§ 261 StGB)
EU-Richtlinien
Nationale und internationale Aufsichtsbehörden
Aufgaben der Financial Intelligence Unit (FIU)
Ordnungswidrigkeiten, Bußgelder und Haftungsrisiken
Rolle des Geldwäschebeauftragten (ca. 1 Tag)
Aufgaben, Stellung und Befugnisse
Unabhängigkeit und Weisungsfreiheit
Ansprechpartner der Aufsichts- und Ermittlungsbehörden
Die Begleitung interner und externer Prüfungen
Die Rolle als Zentrale Stelle nach § 25h KWG
Risikoanalyse nach GwG (ca. 1 Tag)
Gesetzliche Anforderungen
Risikoarten: Kundenrisiken, Produkt- und Dienstleistungsrisiken, Länder- und Transaktionsrisiken
Risikobewertung und -klassifizierung
Ableitung von Präventionsmaßnahmen
Dokumentation und Aktualisierung der Risikoanalyse
Sorgfaltspflichten (ca. 1 Tag)
Kundenidentifizierung und Verifizierung
Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten
Umgang mit komplexen Beteiligungsstrukturen
Vereinfachte und verstärkte Sorgfaltspflichten
Politisch exponierte Personen (PEP)
Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten
Verdachtsmeldungen an die FIU (ca. 1 Tag)
Techniken von Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung
Erkennung verdächtiger Sachverhalte
Interne Meldeprozesse
Verdachtsmeldungen: Inhalt, Form und Fristen
Tipping-off-Verbot
Rückmeldung an die FIU
Sicherungsmaßnahmen (ca. 1 Tag)
Interne Grundsätze, Verfahren und Kontrollen
AML-Kontrollsystem
Schulung und Sensibilisierung
Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen
Dokumentation für Aufsichtsprüfungen
Geldwäscheprävention im Compliance-Management-System (ca. 1 Tage)
Einbindung der AML-Prävention ins CMS
Berichts- und Informationspflichten
Rolle des Geldwäschebeauftragten im Governance-System
Umgang mit digitalen und KI-gestützten AML-Systemen im CMS-Kontext
Projektarbeit, Zertifizierungsvorbereitung und Zertifizierungsprüfung „Geldwäschebeauftragte:r mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ (ca. 2 Tage)
Änderungen möglich, die Lehrgangsinhalte werden regelmäßig aktualisiert.
Du verfügst über praxisnahes und rechtlich fundiertes Wissen zur Geldwäscheprävention nach dem Geldwäschegesetz (GwG). Du bist in der Lage, die Aufgaben eines Geldwäschebeauftragten im Unternehmen zu übernehmen, Risiken zu analysieren, geeignete Präventionsmaßnahmen umzusetzen sowie Verdachtsfälle korrekt zu erkennen und zu melden.
Der Lehrgang richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Compliance, Risikomanagement, internes Kontrollsystem und Governance, die Aufgaben im Bereich der Geldwäscheprävention übernehmen möchten.
Mit deinen neuen Kenntnissen qualifizierst du dich für Tätigkeiten im Bereich Compliance, Geldwäscheprävention (AML), Risikomanagement und interne Kontrolle. Mögliche Arbeitgeber sind beispielsweise Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, Immobilienunternehmen, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften sowie andere nach dem GwG verpflichtete Unternehmen.
Dein aussagekräftiges Zertifikat gibt detaillierten Einblick in deine erworbenen Qualifikationen und verbessert deine beruflichen Chancen.
Didaktisches Konzept
Deine Dozierenden sind sowohl fachlich als auch didaktisch hoch qualifiziert und werden dich vom ersten bis zum letzten Tag unterrichten (kein Selbstlernsystem).
Du lernst in effektiven Kleingruppen. Die Kurse bestehen in der Regel aus 6 bis 25 Teilnehmenden. Der allgemeine Unterricht wird in allen Kursmodulen durch zahlreiche praxisbezogene Übungen ergänzt. Die Übungsphase ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, denn in dieser Zeit verarbeitest du das neu Erlernte und erlangst Sicherheit und Routine in der Anwendung. Im letzten Abschnitt des Lehrgangs findet eine Projektarbeit, eine Fallstudie oder eine Abschlussprüfung statt.
Virtueller Klassenraum alfaview®
Der Unterricht findet über die moderne Videotechnik alfaview® statt - entweder bequem von zu Hause oder bei uns im Bildungszentrum. Über alfaview® kann sich der gesamte Kurs face-to-face sehen, in lippensynchroner Sprachqualität miteinander kommunizieren und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Du kannst selbstverständlich auch deine zugeschalteten Trainer:innen jederzeit live sehen, mit diesen sprechen und du wirst während der gesamten Kursdauer von deinen Dozierenden in Echtzeit unterrichtet. Der Unterricht ist kein E-Learning, sondern echter Live-Präsenzunterricht über Videotechnik.
Die Lehrgänge bei alfatraining werden von der Agentur für Arbeit gefördert und sind nach der Zulassungsverordnung AZAV zertifiziert. Bei der Einreichung eines Bildungsgutscheines oder eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines werden in der Regel die gesamten Lehrgangskosten von deiner Förderstelle übernommen.
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen. Auch Firmen können ihre Mitarbeiter:innen über eine Förderung der Agentur für Arbeit (Qualifizierungschancengesetz) qualifizieren lassen.