Die energetische Bewertung von Gebäuden erfordert fundiertes Wissen zu rechtlichen Vorgaben, Bauphysik, Anlagentechnik und Fördermöglichkeiten. Der Kurs vermittelt praxisnah wichtige Grundlagen zu GEG, Energieausweisen, energetischen Sanierungsmaßnahmen sowie BEG, BAFA und KfW. Dabei lernst du, Daten und Maßnahmen strukturiert zu bewerten, Varianten wirtschaftlich und technisch zu vergleichen und KI gezielt für Datenaufbereitung, Plausibilisierung, Berichterstellung und Qualitätssicherung einzusetzen.
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Abschlussart: Zertifikat „Energieeffizienzberater:in (GEG/BEG) mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“
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Abschlussprüfung: Praxisbezogene Projektarbeit mit Abschlusspräsentation
Energieeffizienzberater:in (GEG/BEG) mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation -
Unterrichtszeiten: VollzeitMontag bis Freitag von 8:30 bis 15:35 Uhr (in Wochen mit Feiertagen von 8:30 bis 17:10 Uhr)
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Dauer: 4 Wochen
Grundlagen und Rechtsrahmen (ca. 2 Tage)
Klimapolitischer Kontext, Energieeffizienz-Ziele und Rollen der Energieberatung
Beratungsprozess: Erstkontakt, Datenerhebung, Bewertung, Empfehlung, Dokumentation
Gebäudeenergiegesetz (GEG): Pflichten, Nachweise und Schnittstellen
Energiemanagement nach ISO 50001: Grundprinzipien, Anwendungsbereich, Nutzen und Schnittstellen zur Energieberatung
Datenqualität, Dokumentationspflichten, Haftung
Bauphysik und Gebäudehülle (ca. 4 Tage)
Grundlagen der Bauphysik: U-Werte, Wärmebrücken, Luftdichtheit, Feuchte-/Sommerschutz
Schwachstellenanalyse und Sanierungsstrategien
Bauteilaufbauten bewerten und Maßnahmenpakete ableiten
Typische Fehlerquellen und Plausibilisierung bei Bestandsdaten
Anlagentechnik und erneuerbare Energien (ca. 4 Tage)
Heizung/Warmwasser/Lüftung: Effizienzhebel, Regelung, Komfort/Feuchte
Wärmepumpe, PV, Solarthermie, Biomasse, Nah-/Fernwärme
Variantenvergleich (Effekt, Kosten, Umsetzbarkeit)
KI-gestützte Erstellung von Entscheidungshilfen und Vergleichstabellen
Energetische Bewertung und Energieausweis (ca. 3 Tage)
Kennwerte, Bilanzierungsprinzipien, Plausibilitätschecks
Einordnung DIN V 18599: Grundlogik, Anwendungsfelder, Fehlerquellen
Energieausweisarten und Prozessschritte: rechtlicher Rahmen
Strukturierte Ableitung von Annahmen und Prüflisten für Eingabedaten mit KI
Fördermittel und Prozesskompetenz (BEG/BAFA/KfW) (ca. 3 Tage)
Förderlogik, Maßnahmenarten, Nachweisführung, typische Stolpersteine
Kommunikation entlang der Prozesskette: Erwartungsmanagement, Dokumente, Zeitachsen
Digitale Tools, Workflow & Qualitätssicherung (ca. 1 Tag)
End-to-End-Workflow: Datenerhebung, Modellierung, Varianten, Bericht
Datenmanagement, Vorlagen, Qualitätssicherung
ISO-50001-kompatible Dokumentation: Energiekennzahlen, kontinuierliche Verbesserung, Maßnahmenverfolgung und Nachweisführung
KI-gestützte Ergebnisdarstellung: Exporte, Grafiken, Berichtstruktur, Präsentationen
Projektarbeit, Zertifizierungsvorbereitung und Zertifizierungsprüfung „Energieeffizienzberater:in (GEG/BEG) mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ (ca. 3 Tage)
Änderungen möglich, die Lehrgangsinhalte werden regelmäßig aktualisiert.
Du erwirbst praxisnah die Kompetenz, GEG-konforme energetische Bewertungen zu strukturieren, Energieausweise im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten einzuordnen, Sanierungs-/Maßnahmenpakete technisch und wirtschaftlich zu bewerten und BEG/BAFA/KfW-Nachweise prozesssicher zu erstellen. KI nutzt du als Werkzeug für Datenstrukturierung, Plausibilisierung, Variantenvergleich, Text-/Berichtserstellung, Visualisierung und Qualitätssicherung.
Dieser Lehrgang richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen Bau, Technik, TGA, Handwerk und Planung (z. B. Bauingenieurwesen, Architektur, Gebäudetechnik, SHK/Elektro, Facility Management), die Energieeffizienzmaßnahmen bewerten, Kund:innen beraten und Förderprozesse sicher begleiten möchten.
Mit deinen erworbenen Kompetenzen bist du gut auf Tätigkeiten in der Energieberatung, energetischen Gebäudeplanung, Sanierungsberatung und im technischen Gebäudemanagement vorbereitet. Auch in Ingenieur- und Planungsbüros, bei Energieberatungsunternehmen sowie in Unternehmen rund um Gebäudeenergie und Fördermittel eröffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Didaktisches Konzept
Deine Dozierenden sind sowohl fachlich als auch didaktisch hoch qualifiziert und werden dich vom ersten bis zum letzten Tag unterrichten (kein Selbstlernsystem).
Du lernst in effektiven Kleingruppen. Die Kurse bestehen in der Regel aus 6 bis 25 Teilnehmenden. Der allgemeine Unterricht wird in allen Kursmodulen durch zahlreiche praxisbezogene Übungen ergänzt. Die Übungsphase ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, denn in dieser Zeit verarbeitest du das neu Erlernte und erlangst Sicherheit und Routine in der Anwendung. Im letzten Abschnitt des Lehrgangs findet eine Projektarbeit, eine Fallstudie oder eine Abschlussprüfung statt.
Virtueller Klassenraum alfaview®
Der Unterricht findet über die moderne Videotechnik alfaview® statt - entweder bequem von zu Hause oder bei uns im Bildungszentrum. Über alfaview® kann sich der gesamte Kurs face-to-face sehen, in lippensynchroner Sprachqualität miteinander kommunizieren und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Du kannst selbstverständlich auch deine zugeschalteten Trainer:innen jederzeit live sehen, mit diesen sprechen und du wirst während der gesamten Kursdauer von deinen Dozierenden in Echtzeit unterrichtet. Der Unterricht ist kein E-Learning, sondern echter Live-Präsenzunterricht über Videotechnik.
Die Lehrgänge bei alfatraining werden von der Agentur für Arbeit gefördert und sind nach der Zulassungsverordnung AZAV zertifiziert. Bei der Einreichung eines Bildungsgutscheines oder eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines werden in der Regel die gesamten Lehrgangskosten von deiner Förderstelle übernommen.
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen. Auch Firmen können ihre Mitarbeiter:innen über eine Förderung der Agentur für Arbeit (Qualifizierungschancengesetz) qualifizieren lassen.