In diesem Lehrgang lernst du alles über Infrastrukturmodellierung, kollaboratives Informationsmanagement und die Integration von Prozessen im Infrastructure Lifecycle Management. Zudem wird das Qualitätsmanagement für digitale Infrastruktur-Workflows behandelt – ideal für alle, die ihre digitalen Planungsfähigkeiten vertiefen möchten.
-
Abschlussart: Zertifikat „BIM Management Professional – Infrastruktur“
-
Abschlussprüfung: Praxisbezogene Projektarbeit mit Abschlusspräsentation
-
Unterrichtszeiten: VollzeitMontag bis Freitag von 8:30 bis 15:35 Uhr (in Wochen mit Feiertagen von 8:30 bis 17:10 Uhr)
-
Dauer: 4 Wochen
Infrastrukturmodellierung und digitale Infrastruktursysteme (ca. 4 Tage)
Digitalisierungsstrategien von Infrastrukturprojekten im Vergleich zum Hochbau
BIM in Infrastruktur-Workflows
Terminologie und Prinzipien in Infrastruktur, BIM und objektorientierter Informationsmodellierung
Unterscheidung zwischen Musterobjekt, Mustergruppe und Fachobjekt
Domainklassen der Infrastruktur und deren Eigenschaften
Grundlagen der Landvermessung, Standards und Transformationen
Zusammenhang und Unterschiede von GIS und BIM
Digitale Prozesse für Straße und Schiene
Digitale Prozesse für Freileitungen und Erdkabel
Daten- und Informationsmanagement in Infrastrukturprojekten (ca. 4 Tage)
Datenformate und Schnittstellen für Austausch-Anforderungen
Technologien für den Austausch von Informationen über digitale Infrastrukturen
Anwendungen von IFC, BCF und IDS im Infrastrukturkontext
Objektorientierter Austausch über den gesamten Datenlebenszyklus
Datenmanagement über standardisierte Schnittstellen in Open-BIM
Informationsanforderungen in der Infrastruktur im Kontext der Informationsmodellierung
Modellstruktur und Niveau des Informationsbedarfs
Definition von Domainobjektklassen und Informationsbedarf
Kollaborative Arbeitsweisen in Infrastrukturprojekten (ca. 2,5 Tage)
Bedeutung und Funktion von EIR, CDE und BEP
Beziehung zwischen Infrastruktur-Anwendungsfällen und Information Delivery Manuals
Unterschiede zwischen Koordinations-Workflows auf Domain-, Modell- und Koordinationsebene
Zusammenarbeitsprozess und projektbezogener Informationsfluss
Organisation kollaborativer Arbeitsweisen im Infrastrukturkontext
Process Integration im Infrastructure Lifecycle Management (ca. 3 Tage)
Erstellungsprozess von Bestandsmodellen
Geländemodell, Straßen, Gleise und GIS im digitalen Infrastrukturprozess
Grundlagen vernetzter Informationen für die parametrische Baugrundmodellierung
Besonderheiten der Infrastrukturplanung
Typische digitale Methoden der parametrischen Planung
Mehrdimensionale modellbasierte Planung in Konstruktion, Bau und Betrieb
Dynamischer Bauprozess und Integration digitaler Informationen
Lifecycle-orientierte Prozessintegration im Infrastrukturprojekt
Qualitätsmanagement im digitalen Infrastruktur-Workflow (ca. 2,5 Tage)
Qualitätssicherungsprozess innerhalb der angewandten Technologie
Unterschiede zwischen Produktionsqualität, professioneller Qualität und kollaborativer Qualität
Qualitätsbereiche, Qualitätsaspekte und Qualitätsprüfungen
Technische, datenbezogene, informationstechnologiebezogene, geometrische und kollaborative Inspektionsaspekte
Verantwortlichkeiten im Qualitätssicherungsprozess
Bedeutung strukturierter Qualitätssicherungsberichte
Projektarbeit (ca. 4 Tage)
Zur Vertiefung der gelernten Inhalte
Präsentation der Projektergebnisse
Änderungen möglich, die Lehrgangsinhalte werden regelmäßig aktualisiert.
Nach dem Lehrgang verstehst du die Prinzipien der Infrastrukturmodellierung, kennst domänenspezifische Anforderungen digitaler Infrastrukturprojekte, kannst Daten- und Informationsflüsse im Open-BIM-Kontext strukturieren, kollaborative Arbeitsweisen mit EIR, CDE und BEP anwenden, Prozesse des Infrastructure Lifecycle Management einordnen sowie qualitätssichernde Maßnahmen im digitalen Infrastruktur-Workflow bewerten und steuern.
Der Lehrgang richtet sich an Personen mit Studium der Architektur- oder Ingenieurwissenschaften, Bauzeichner:innen, Bautechniker:innen und Fachkräfte mit entsprechender Berufsausbildung und -erfahrung sowie an BIM-Manager:innen, BIM-Koordinator:innen sowie Fachkräfte aus Planung, Infrastruktur, Bauausführung, Projektsteuerung und technischem Management mit nachgewiesenen BIM-Grundlagenkenntnissen.
BIM Manager:innen mit zusätzlichem Infrastrukturwissen zeichnen unter anderem für Projekte im Straßen-, Tief-, Schienen- und Leitungsbau verantwortlich und steuern diese digital sowie gewerkeübergreifend. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben für Großprojekte sowie der Entwicklungen innerhalb der Digitalen Transformation herrscht eine große Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften, unter anderem bei öffentlichen Auftraggebern, großen Ingenieurbüros und Baukonzernen vor.
Didaktisches Konzept
Deine Dozierenden sind sowohl fachlich als auch didaktisch hoch qualifiziert und werden dich vom ersten bis zum letzten Tag unterrichten (kein Selbstlernsystem).
Du lernst in effektiven Kleingruppen. Die Kurse bestehen in der Regel aus 6 bis 25 Teilnehmenden. Der allgemeine Unterricht wird in allen Kursmodulen durch zahlreiche praxisbezogene Übungen ergänzt. Die Übungsphase ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, denn in dieser Zeit verarbeitest du das neu Erlernte und erlangst Sicherheit und Routine in der Anwendung. Im letzten Abschnitt des Lehrgangs findet eine Projektarbeit, eine Fallstudie oder eine Abschlussprüfung statt.
Virtueller Klassenraum alfaview®
Der Unterricht findet über die moderne Videotechnik alfaview® statt - entweder bequem von zu Hause oder bei uns im Bildungszentrum. Über alfaview® kann sich der gesamte Kurs face-to-face sehen, in lippensynchroner Sprachqualität miteinander kommunizieren und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Du kannst selbstverständlich auch deine zugeschalteten Trainer:innen jederzeit live sehen, mit diesen sprechen und du wirst während der gesamten Kursdauer von deinen Dozierenden in Echtzeit unterrichtet. Der Unterricht ist kein E-Learning, sondern echter Live-Präsenzunterricht über Videotechnik.
Die Lehrgänge bei alfatraining werden von der Agentur für Arbeit gefördert und sind nach der Zulassungsverordnung AZAV zertifiziert. Bei der Einreichung eines Bildungsgutscheines oder eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines werden in der Regel die gesamten Lehrgangskosten von deiner Förderstelle übernommen.
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen. Auch Firmen können ihre Mitarbeiter:innen über eine Förderung der Agentur für Arbeit (Qualifizierungschancengesetz) qualifizieren lassen.